»No GenAI«-Logo

1. Mai 2026 — In der Nacht, in der normalerweise die Hexen auf dem Blocksberg tanzen und auf ihren Besen fliegen, habe ich dieses Logo erstellt. Meine innig geliebte Designerin Anke, die beide Cover zu meinen Romanen gestaltet hat und auch alles andere in und um »Als wir verschwanden« und »The Village deep down«, würde mir für dieses Bildchen den Kopf abreißen, weil es nicht mal im Ansatz ihren Anforderungen gerecht werden würde. Leider ist Anke völlig landunter und ich kann sie damit nicht behelligen.

Ich hingegen bin total stolz auf mich, weil es mein erstes Logo überhaupt ist, das ich in Adobe Illustrator erstellt habe. Im Moment dauert alles noch extrem lange.

Wenn sich das weiterentwickelt, braucht es natürlich eine Richtlinie, was genau erlaubt und was ausgeschlossen ist. Im Moment bezieht es sich insbesondere auf die Anthologie »Black Eyes Are Watching You«, deren Texte alle ohne generative KI erstellt wurden, und auch Cover und Bildmaterial werden von mir ohne Einsatz von generativer Bilderstellung gestaltet.

Die Anthologie wird Wirklichkeit

1. April 2026 — Gestern war Fristende für »Black Eyes Are Watching You«.
Ich muss zugeben, dass ich es vermissen werde, in meine Mailbox zu schauen und neue Einreichungen zu sehen. Jetzt ist das Postfach wieder gähnend leer (alles in Unterordner sortiert).
Mich haben 68 Einsendungen erreicht, und das ist bei so einem Thema echt eine Menge.
Ich musste auch schon einige Absagen schreiben, die mir echt leidgetan haben, weil die Geschichten wunder- voll waren, aber leider nicht zum Themenfeld passten, weil sie positive KI-Szenarien schilderten.
Was in den nächsten vier Wochen ansteht, ist die Geschichten zu lesen und die Auswahl zu treffen.
Mein Ziel waren mindestens 10 Geschichten, die mich inhaltlich und schriftstellerisch überzeugen würden. Und dieses Minimum ist erreicht.
Die Anthologie wird umgesetzt – allerdings mit deutlich mehr als 10 Geschichten. Wie viele genau es werden, kann ich jetzt noch nicht absehen, das weiß ich bis zum 1. Mai 2026.
Dann werden offiziell alle Autorinnen und Autoren bekannt gegeben.
Die Einreichungen sind sehr verschieden – in Form, Sprache, Idee und Ton. Ich kann euch versichern: Es wird ein wilder Ritt durch eine Zukunft, die gerade an unsere Tür klopft.

Ich bin super happy und möchte mich von Herzen bei allen bedanken, die mir ihre Geschichte geschickt haben.

Es wird eine düstere, realistische Anthologie, die hart am Tatsächlichen segelt und genau das bewirken kann, was meine Intention gewesen ist: Eine Zukunft sichtbar machen, der wir entschieden eine Absage erteilen müssen.

Stay tuned. Es wird sehr spannend.

Wer sich schon mal die Seite ansehen will, die nach und nach mit Informationen über die Autorinnen und Autoren und die Geschichten gefüllt werden wird, kann das hier tun:

#CubeStories

Was sind denn »CubeStories«?

#CubeStories sind genau, was der Name verspricht: Geschichten, deren Parameter ausgewürfelt werden. Es gibt folgende Kategorien:

  • Setting
  • Tonlage
  • Protagonist
  • Perspektive
  • Plot

Wer das gerne mal in bewegten Bildern verfolgen will, kann das in diesem TikTok-Video. Die Kurzgeschichte, die aus dieser Ziehung entstand, kann hier nachgelesen werden: #CubeStory No 5 – »DER TAG, AN DEM ISSY STARB«

Die #CubeStories haben nach zehn geschriebenen Geschichten nun vorerst einen Zwischenstand erreicht. Ich bin sicher, dass ich das Format wieder aufgreifen werde, sobald es die Zeit erlaubt, weil es mich echt gepackt hat – die Herausforderung etwas zu schreiben, das einem (in diesem Moment) überhaupt nicht liegt und das tiefe Erstaunen darüber, was für interessante Geschichten dennoch entstehen.

Wenn ihr mehr zu den Hintergründen wissen wollt, warum die #CubeStories ganz unbedingt in die #Toolbox des Handwerks gehören, kann das unter Werkzeugkiste/#CubeStories nachlesen.

Wen die fertigen Geschichten interessieren, der kann sie alle kostenfrei und in voller Länge auf »Ko-fi« (www.ko-fi.com/johanna_wolfmann) lesen. Keine Anmeldung und kein Account erforderlich. Und by the way: Ich freue mich wirklich über einen Kaffee.

CubeStories Zwischenstand
Burg Posterstein

Burg Posterstein, Foto: Johanna Wolfmann

Burg Posterstein Alter Gerichtssaal

Gerichtsraum auf der Burg, Foto: Johanna Wolfmann

Das Ambiente der Burg und die Lesung im Gerichtssaal waren etwas ganz Besonderes und ein absolutes Highlight.
Die anwesenden Menschen (die Gegenwart) und der historische Rahmen (die Vergangenheit) ergaben eine interessante Konstellation, um aus einem Science-Fiction-Roman (die Zukunft) zu lesen – oder wie vorgetragen:
»Die Gegenwart sitzt in der Vergangenheit und hört eine Geschichte über die Zukunft.«

An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich beim gesamten Museumsteam bedanken, insbesondere bei Marlene und Klaus Hofmann, die mich vor, bei und nach der Lesung betreut haben, keinen Wunsch unerfüllt ließen und eine ganz wunderbare Veranstaltung ermöglicht haben.
Last but not least möchte ich mich ganz herzlich bei meiner Autorenkollegin Tala T. Alsted für die Vermittlung bedanken.

Lesung auf Burg Posterstein

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »KlimaSommer Altenburg – Veranstaltungen zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energiewende« wurde ich durch das Thüringer Umweltministerium und die Landesenergieagentur ThEGA eingeladen, am 23. Mai 2023 auf Burg Posterstein aus meinen Roman »Als wir verschwanden« zu lesen.
Das mag etwas »off-topic« wirken, ist es aber nicht, da es in »Als wir verschwanden« genau darum geht: Was richten wir als Menschheit auf diesem Planeten an? Wie sollten wir mit der Erde umgehen, die nicht nur die Heimat von Homo sapiens (sapiens)* ist, sondern auch von Tieren und Pflanzen, die leben wollen. Im Roman wird diese Frage in der Gruppe der Überlebenden ganz unterschiedlich und teilweise völlig konträr beantwortet. Nur hat der »Feind« ebenfalls eine Antwort und auch die »Macht«, die entsprechenden Konsequenzen durchzusetzen. Das wirft neue Fragen auf: Was ist ein lebenswertes Leben? Wie viel Freiheit ist genug? Was ist Zwang? Was ist Recht und wie viel Raum darf Individualismus beanspruchen? Alles Fragen die der Roman zwar stellt, aber nicht beantwortet – das muss jede/jeder mit sich selbst abmachen.

Burg Posterstein_Lesung

Foto: Marlene Hofmann

*Insider-Anspielung: Anna, meine Protagonistin in »Als wir verschwanden«, verzichtet meist auf das zweite »sapiens«, weil sie der Meinung ist, dass wir als Menschheit das zweite »sapiens« (lat. für klug, weise, verständig) nicht verdient haben.

Link zum »Museum Burg Posterstein«
Link zum »KlimaSommer Altenburg«
Link zum »Artikel in der Ostthüringer Zeitung«
(Pressemitteilung: Marlene Hofmann)

Und wer Lust auf einen virtuellen Rundgang auf dem Wehrturm der Burg hat, kann sich den auf TikTok ansehen.

Glutnacht-Anthologie Auswahl

Bild: Benjamin Spang

Inhalt von »Schattenmädchen«

Die Alten haben vor langer Zeit einen teuflischen Pakt zum Schutz des Tals geschlossen. Seitdem wird jedes Jahr ein Mädchen geopfert. Die Wahl des Opfers trifft der Dämon selbst, indem er seinen Schatten auf das Mädchen wirft. Am Tag der Sommersonnenwende wird die Auserwählte auf dem Scheiterhaufen verbrannt. In diesem Jahr ist es Valeria. Aber als das Feuer auflodert, geschieht etwas Unerwartetes: Sie überlebt und findet sich im Reich des Dämons wieder. Ein gedankliches Ringen beginnt, das Freund und Feind in Frage stellt.

»Schattenmädchen« ist mit dabei

Im November 2022 veröffentlichte Benjamin Spang die Ausschreibung zur »Glutnacht«-Anthologie, die der dritte Band der »Dunkle Folklore«-Reihe sein wird. Der erste Teil »Erntenacht« wurde 2020 dem Skoutz-Award für die beste Anthologie ausgezeichnet.
Wie die Vorgänger ist auch »Glutnacht« ein Benefiz-Projekt.

Alle Beteiligten verzichten auf Entlohnung jeglicher Art, sämtliche Einnahmen aus der Anthologie werden an die gemeinnützige Organisation »@Fire – internationaler Katastrophenschutz« gespendet. »@Fire« kämpft weltweit gegen Waldbrände oder hilft nach Flutkatastrophen.

Allein dieser Zweck hätte schon gereicht, um mich zu begeistern, die inhaltliche Herausforderung machte es unwiderstehlich: »Eine Kreatur/Fabelwesen mit eindeutigem Bezug zu Feuer und in einer zentralen Rolle, idealerweise aus der Folklore oder einer bereits existierenden Sage und/oder Feuer selbst als zentrales Element der Geschichte.«
Nicht lange danach tauchte »Valeria« auf und ihre Geschichte nahm Formen an. Schreibzeit war von Dezember 2022 bis April 2023.

Seit Mai 2023 bin ich mit Nina C. Hasse, Texteule-Lektorat, und Lily Nickert, Lektorat-Papiervogel, im Back-End-Team, das die zweiundzwanzig Beiträge der Anthologie betreut.

Schattenmädchen auf dem Kindle